Workshops

Hier können Sie sich für die Workshops anmelden. Die Anmeldung ist nur für Teilnehmende der gesamten Konferenz möglich. Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise unten zum Workshop Interaktionsanalyse.

Folgende Pre-Workshops bieten wir am Dienstag, den 24.09., an:

  • Design Thinking: Herausforderungen nutzerorientiert und agil lösen (Paul C. Endrejat & Amelie V. Güntner, TU Braunschweig)

 

  • Flexibel mit ACT: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der Arbeitswelt (Henrike Richter, Ostfalia Hochschule Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Wolfsburg)

 

  • Psychologische Arbeitsanalyse mittels dem „Verfahren zur Tätigkeitsanalyse und -gestaltung bei mentalen Arbeitsanforderungen“ (TAG-MA) (Dr. Florian Schweden & Prof. Dr. Renate Rau, MLU Halle-Wittenberg)

 

  • Interaktionsanalyse - zweiteiliger Workshop:
    • Teil 1: Interaktionsanalyse mit Mangold INTERACT (Pascal Mangold, Mangold International GmbH)
    • Teil 2: Capturing dynamic phenomena using interaction analysis (Dr. Annika Meinecke & Prof. Dr. Nale Lehmann-Willenbrock, Universität Hamburg)

 

  • Designing work that works (Prof. Dr. Sharon Parker, Curtin University, Perth)

Design Thinking: Herausforderungen nutzerorientiert und agil lösen

Dipl.-Psych. Paul C. Endrejat & M.Sc. Amelie V. Güntner (Technische Universität Braunschweig)

Dienstag, 24.09.2019, 9.00 - 13.00 Uhr

Thema

Egal ob global agierender Konzern, Start-Up oder NGO, immer mehr Organisationen erkennen, dass Design Thinking die geeignete Methode ist, komplexe Probleme innovativ und nutzerorientiert zu lösen. Unter Design Thinking versteht man einen kreativen Innovationsprozess und zugleich einen neuen Denkansatz, der den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und darauf aufbauend Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Der Design Thinking-Prozess ist kreativ und handlungsorientiert und bietet eine systematische Herangehensweise bei der Lösung komplexer Probleme und der Generierung von innovativen Ideen.

 

Inhalte & Lernziele

Der halbtägige Workshop ist richtig für Sie, wenn….

… Sie wissen möchten, was sich hinter dem Schlagwort Design Thinking verbirgt und es learning-by- doing kennenlernen möchten.

… Sie trainieren möchten, wie sich Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse explorieren lassen.

… es Sie reizt auch einmal „mit den Händen“ zu denken.

… durch die Kombination einer agilen Denkweise und kundenzentrierten Methoden im Laufe des Workshops erste „Aha-Erlebnisse“ erleben möchten, was mit einer veränderten Arbeitsweise erreicht werden kann.

… Sie neugierig sind, wie sich innovative Ideen entwickeln lassen, die sowohl attraktiv als auch realisierbar und marktfähig sind.

Methode

Um den Teilnehmenden einen Einblick in die Methoden und Arbeitsweise des Design Thinking zu geben, wird im Workshop der Design Thinking-Prozess im Schnelldurchlauf vorgestellt: Von der Bedürfnisanalyse über die Ideenentwicklung bis zur Implementierung. Es werden Kreativitätstechniken vermittelt, die es ermöglichen, unterschiedliche Sichtweisen auf Herausforderungen einzunehmen und somit neue Problemlösewege auszuprobieren. Dafür werden die Teilnehmenden in heterogene Teams eingeteilt und lösen eine Alltagsaufgabe. Abschließend findet eine gemeinsame Reflexion statt, wie Design Thinking Elemente in den Arbeitsalltag der Teilnehmenden integriert werden können.

Flexibel mit ACT: Akzeptanz- und Commitmenttherapie in der Arbeitswelt

Henrike Richter, Ostfalia Hochschule Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Wolfsburg

Dienstag, 24.09.2018, 9.00 - 13.00 Uhr

In unserer aktuell sich stetig verändernden Arbeitswelt verschiebt sich die Verantwortung für die Gestaltung der eigenen Arbeit zunehmend von den Organisationen auf die Beschäftigten. Dies erfordert von Beschäftigten, in erhöhtem Maß die Fähigkeit, flexibel und eigenverantwortlich handeln zu können. Beschäftigte müssen in der Lage sein, ihre Arbeitsaufgabe zu planen und selbstständig zu strukturieren, passende Arbeitsbedingungen zu gestalten, den eigenen Anspruch an die Qualität der Ergebnisse in Abhängigkeit verfügbarer Ressourcen zu regulieren, Strategien zur eigenen Motivierung anzuwenden oder auch die Grenze zwischen Arbeit, Freizeit und Erholungszeit bewusst zu gestalten. Psycholog/innen können Organisationen und Beschäftigen bei diesen Herausforderungen unterstützen. Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (kurz ACT) ist ein Verfahren, das im klinischen Kontext bereits viel Aufmerksamkeit erfahren hat und in seiner Wirkung bestätigt wurde. ACT wird ebenfalls erfolgreich in der Arbeitswelt angewendet. Ziel von ACT ist es, die psychische Flexibilität zu erhöhen und die Entscheidung über das eigene Handeln zu erleichtern, indem es an Werten ausgerichtet wird. In diesem Workshop werden theoretische und praktische Grundlagen von ACT vermittelt. Durch viele praktische Übungen erwerben die Teilnehmer/innen einen Einblick, wie in Coachings und Workshops die Kernprozesse psychischer Flexibilität gefördert werden können. Die praktische Anwendung im organisationalen Kontext wird über die Skizzierung von Beispielen verdeutlicht.

Lernziele: Am Ende des Workshops kennen die Teilnehmer/innen - die Bedeutung psychischer Flexibilität für die aktuelle Arbeitswelt - die Kernprozesse psychischer Flexibilität - theoretische Grundlagen der Akzeptanz- und Commitmenttherapie - Techniken und Metaphern, um psychische Flexibilität zu entwickeln - Anwendungsbeispiele von ACT im organisationalen Kontext

Methoden: - Interaktive Übungen - Experimentelle Übungen zur Selbstreflexion - Kleingruppenarbeit - Achtsamkeitsübungen - Vortrag

Psychologische Arbeitsanalyse mittels dem „Verfahren zur Tätigkeitsanalyse und -gestaltung bei mentalen Arbeitsanforderungen“ (TAG-MA)

Dr. Florian Schweden & Prof. Dr. Renate Rau, MLU Halle-Wittenberg

Dienstag, 24.09.2019, 13.30 - 17.00 Uhr

Die psychologische Arbeitsanalyse mittels dem „Verfahren zur Tätigkeitsanalyse und -gestaltung bei mentalen Arbeitsanforderungen“ (TAG-MA) ist auf die psychischen Vorgänge gerichtet, die die Arbeitstätigkeiten regulieren (vgl. Handlungsregulationstheorie; Hacker, 2010). Auf dieser Grundlage werden verschiedenste Arbeitsmerkmale mit Hilfe von ordinaler Skalen analysiert und hinsichtlich Beeinträchtigungsfreiheit einerseits und potentieller Lern- und Persönlichkeitsförderlichkeit andererseits bewertet (inkl. Merkmalskombinationen). Die Ordinalskalen sind zur Erhöhung der Objektivität und Reliabilität in allen Stufen inhaltlich beschrieben und damit verankert. Bewertungskriterien sind u. a. diverse ISO-Normen und gesetzliche Regelungen, die sich auf die Organisations- und Arbeitsgestaltung beziehen. Das TAG-MA kann sowohl für die Gestaltung bestehender als auch zukünftiger Arbeitsplätze ein-gesetzt werden.

Im Workshop werden der theoretische Hintergrund, die Anwendung und die kritische Refle-xion des TAG-MA vermittelt. Die Zielgruppe des Workshops sind potentielle Anwender des Verfahrens. Ein weiteres Ziel ist die Vermittlung theoretischen Grundlagenwissens zur objek-tiven Arbeitsanalyse mittels TAG-MA.
Der Verfahrenseinsatz erfolgt durch dafür qualifizierte Personen, die die psychische Belas-tungen bei der Arbeit anhand von Beobachtungen der jeweiligen Tätigkeit, zumeist ergänzt um Interviews mit dem dort tätigen Beschäftigten ermitteln. Dazu liegen Analysebögen, Verfahrensanleitungen und Dokumentationsvorlagen vor.

Im Workshop stehen Fragen zur Anwendung im Mittelpunkt. Wie zum Beispiel:
• Welche kognitiven Anforderungen (z.B. Flexibilisierungsanforderungen durch Digitali-sierung von Arbeit) können durch das Verfahren abgebildet werden?
• Welche Empfehlungen können zum Umfang der Beobachtungen gegeben werden?
• Welchen Umfang nehmen Interviews in der Analyse ein und was ist zu beachten?
• Ist die psychische Belastung in Gänze durch Beobachtung ermittelbar?

Interaktionsanalyse

Teil 1: Von einfachen Beobachtungsdaten zu komplexen Erkenntnissen – Grundlagen, Möglichkeiten und praktische Beispiele

+++ entfällt, siehe unten +++

Pascal Mangold, Mangold International GmbH

Dienstag, 24.09.2019, 9.00 - 12.30 Uhr

Inhalt

Wissenschaftliche Beobachtung als Datenerfassungsmethode kann schnell zu interessanten Ergebnissen führen - oder sich unendlich lange hinziehen, wenn grundlegende Dinge nicht beachtet werden. Damit letzteres nicht passiert, gibt dieser Workshop einen 360° Überblick, von der Erstellung von Kodiersystemen, bis hin zur komplexen Datenauswertung.

Der Workshop gliedert sich in drei Teile:

  • Grundlegendes zum Thema Video-Inhaltskodierung (Kodiersysteme, Datenstrukturen).
  • Möglichkeiten der effizienten und effektiven Datenerfassung auf Basis von Videoaufzeichnungen (video rating / coding / transcription).
  • Das Unsichtbare entdecken, durch intelligente Datenauswertung (Merge, Move & Combine von Kodierungen, Pre- und Post-Event Analysen, Verhaltenscluster, statistische Auswertung, Sequenzanalysen, Restrukturierungsfunktionen für sich verändernde Fragestellungen).

Inhalte und Vorgehensweisen von Forschungsvorhaben sind in der Regel sehr unterschiedlich. Der Schwerpunkt dieses Workshops liegt deshalb darin, Anregungen zu geben und generelle Möglichkeiten aufzeigen, welche die Teilnehmer dann in Ihren Projekten individuell umsetzen können. Alle Beispiele werden auf Basis der Software INTERACT (https://is.gd/0IJKAF) gezeigt, da sie von der Datenerfassung bis zu statistischen Analysen alle notwendigen Anwendungsfelder abdeckt.

Methode

Interaktiver Vortrag und Demonstration auf Basis der Software INTERACT, dynamisch ausgerichtet an den Fragen der Teilnehmer.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an alle Interessenten zum Thema „professionelle (Video-) Beobachtung und Datenauswertung“.  Personen, die INTERACT noch nicht kennen, lernen die Möglichkeiten und Vorteile eines Tool-gestützten Auswerteprozesses kennen. Anwender von INTERACT werden sicherlich neue Tipps und Kniffe kennen lernen.

Teil 2: Capturing dynamic phenomena using interaction analysis

+++ angepasste Zeiten: Start um 10 Uhr, Ende um 17.00/17.30 Uhr. Es wird nur der Workshop von Frau Meinecke stattfinden, inkl. Grundlagen zu interact +++

Dr. Annika L. Meinecke & Prof. Dr. Nale Lehmann-Willenbrock, Universität Hamburg

Dienstag, 24.09.2019,  13.00 - 18.00 Uhr

Topic

Interest is growing to model and understand the change dynamics that are at the core of many organizational phenomena. In order to do so, organizational scholars are increasingly working with behavioral interaction data. Such data can provide the basis for developing novel research programs that trace “messy” phenomena as they unfold over time. For example, what are the behavioral imprints of group cohesion or group affect in terms of verbal behaviors and nonverbal expressions? Or which behaviors indicate who is perceived as group leader? Fundamental to answering these and related research questions is the detailed coding of specific behaviors, termed interaction analysis.

Learning Goals

The overarching aim of the workshop is to highlight the potentials (and pitfalls) of interaction analysis for capturing dynamic phenomena. We discuss the necessary steps for carrying out interaction analysis and analyze exemplary interaction data. The workshop further provides a forum for sharing ideas and initiating collaborations.

Methods

During the workshop, we will work with INTERACT software. Participants should bring their own laptop and INTERACT license to the workshop. Licenses can also be provided upon request by the workshop organizers (please send an email prior to the workshop). 

We ask participants to prepare a mini-pitch (2 minutes, max. 2 PowerPoint slides) focusing on their research interests, their experience with interaction coding, and a current research challenge. Please email your mini-pitch to Annika by September 1, 2019.

Depending on the circle of participants, the workshop may be in English or German.

 

Suggested reading to prepare for the session:

Keyton, J. (2018). Interaction analysis: An introduction. In E. Brauner, M. Boos, & M. Kolbe (Eds.), The Cambridge handbook of group interaction analysis (pp. 3–19). New York, NY: Cambridge University Press.

Lehmann-Willenbrock, N., & Allen, J. A. (2018). Modeling temporal interaction dynamics in organizational settings. Journal of Business and Psychology, 33, 325–344. doi:10.1007/s10869-017-9506-9

Quera, V. (2018). Analysis of interaction sequences. In E. Brauner, M. Boos, & M. Kolbe (Eds.), The Cambridge handbook of group interaction analysis (pp. 295–322) New York, NY: Cambridge University Press.

 Tentative workshop structure (half-day event)

  • Conceptualizing psychological phenomena at the behavioral level
  • Basics of interaction coding: Key questions and decision areas
  • Example: Functional behavioral coding with the act4teams coding scheme
  • Data analysis I: Data checking routines & summary statistics
  • Data analysis II: Detecting temporal patterns using sequential analysis (for experienced users)
  • Sharing ideas & discussing questions
  • Closing remarks and informal networking

Designing work that works

Prof. Dr. Sharon Parker, Curtin University, Perth

Dienstag, 24.09.2019, 13.30 - 17.30 Uhr

The workshop will introduce the SMART model of work design, and provide examples of how this model can be applied at the individual level (via crafting interventions) and at the organisational level (via work redesign). The workshop will showcase practical materials that have been developed by the Centre for Transformative Work Design, and will describe case studies that have used this model.